Wir kämpfen mit

Der Standort Görlitz soll nach Vorstellung der Konzernleitung von Siemens in den nächsten Jahren schließen. Auch die Zukunft der Mitarbeiter von Bombardier und Waggonbau Niesky ist unsicher. Die gesamte Stadt und Region ist betroffen, wenn Siemens und Bombardier ihre Pläne umsetzen. Um das zu verhindern, fand am 19. Januar 2018 um 14 Uhr auf dem Marienplatz eine Demo statt unter dem Motto: „Gemeinsam für die Zukunft von Görlitz, von Siemens und des Görlitzer Waggonbaus.“

Neben vielen anderen Schülern/innen unserer Stadt, sprach auch ein Schüler unserer Schule zu den Teilnehmern dieser Demo:

Ich bin Gustav.
Ich bin in Görlitz geboren und gehe in die Klasse 4c der August-Moritz-Böttcher-Schule auf der Schulstraße.
In diese Schule ist schon mein Opa gegangen. Im Herbst möchte ich aufs Augustum-Annen-Gymnasium gehen.
Hier war schon meine Mama in der Schule. Mein Opa und meine Mama haben mir erzählt, dass viele ihrer Freunde aus Görlitz weggezogen sind, weil sie hier keine gute Arbeit gefunden haben.
Meine Freunde und ich wären sehr traurig, wenn jetzt wieder viele Familien die Stadt verlassen müssten.
Uns gefällt Görlitz sehr, wir gehen hier gern zur Schule.
Mit meinem Freund Till gehe ich gemeinsam zum Hort. Wir machen dort zusammen Hausaufgaben und verbringen den Nachmittag miteinander.
Manchmal treffen wir uns auch so zum Spielen. Vergangene Woche haben wir zusammen Geburtstag gefeiert.
Jetzt erzählt er mir, dass er vielleicht aus Görlitz wegziehen muss, weil sein Papa bei Siemens arbeitet.
Er würde mir sehr fehlen, wenn er nicht mehr da wäre.